2013 Film / Identität -- Konzeptbeschreibung - РГГУ.РУ
2013 Film / Identität -- Konzeptbeschreibung

Konzeption der Internationalen Sommerschule „Film / Identität“

Die für 30 russische und 20 deutsche Teilnehmer/innen konzipierte internationale Sommerschule „Film und Identität“ setzt sich aus einer Serie von thematisch miteinander verbundenen Seminaren, einem Exkursionsprogramm und einem Russisch-Intensivkurs zusammen.

Das Thema der Sommerschule richtet sich gezielt an Studierende aus kultur-, medien- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen und liefert der deutsch-russischen Studierendengruppe gleichzeitig den Stoff für einen produktiven Dialog zu aktuellen Fragen der interkulturellen Kommunikation.

Es ist seine universelle, einem außerordentlich breitem Publikum zugängliche Sprache, die das Kino von seinen Anfängen im frühen 20. Jahrhundert bis heute zu einem der populärsten und einflussreichsten Medien in der Kultur der Moderne gemacht hat. Dabei war der Film schon immer ein Mittel zur Konstruktion und Festigung unterschiedlichster (nationaler, politischer, subkultureller, Gender-spezifischer etc) Identitäten, wobei es ihm in der Gegenwart erfolgreich gelingt, seine Heterogenität in eine tendenziell einheitliche globale Massenkultur zu überführen. Gleichzeitig war das Kino schon immer ein außerordentlich beliebtes und lohnendes Objekt der soziologischen und geisteswissenschaftlichen Forschung.

Aus diesem Grund besteht das Hauptziel der Sommerschule darin, die scheinbare Leichtigkeit der Filmrezeption zu problematisieren und die enge Verbindung des Films mit verschiedenen Formen kollektiver Subjetkonstruktionen wissenschaftlich zu hinterfragen. Zum Auftakt werden internationale Filmspezialisten in einer Serie von Block-Vorlesungen die Teilnehmer/innen der Sommerschule in die Thematik einführen. Auf diese Weise lernen die Teilnehmer/innen, die über grundlegende geisteswissenschaftliche Kenntnisse verfügen sollten, „fortgeschrittenere“ Verfahren der Filmanalyse aus Bereichen wie den cultural studies, der visuellen Anthropologie, der Kultursoziologie, Phänomenologie, Semiotik und Psychoanalyse kennen. Die russischen Studierenden erweitern in dieser Phase der Sommerschule ihr Wissen über theoretische Konzepte der Filmanalyse der deutschen Wissenschaftstradition (Siegfried Kracauer, Walter Benjamin u.a.), während sich die deutschen Studierenden mit Konzepten der Klassiker des russischen Films (Sergej Eisenstein, Dziga Vertov, L. Kulešov) vertraut machen können.

Im Anschluss an diese Einführung wählen die Studierenden einen von 3 thematischen Workshops aus, der ihren persönlichen Interessen entspricht. So entstehen drei russisch-deutsche Meisterklassen, die unter Anleitung von Filmspezialisten gemeinsam an Projekten und case studies zu ausgewählten Filmen und Themenfeldern arbeiten. Zum Abschluss der Sommerschule finden sich alle drei Arbeitsgruppen wieder zusammen, um sich gegenseitig ihre Ergebnisse vorzustellen und diese gemeinsam abschließend zu diskutieren.

Das Material der case studies bilden vor allem russische und deutsche Filme, die mit unterschiedlichen Typen von Identität in der russischen und deutschen Kultur verschiedener historischer Perioden verbunden sind. Insgesamt können die Teilnehmer/innen der Sommerschule zwischen den folgenden thematischen Schwerpunkten wählen, wobei Abweichungen von dieser Liste, abhängig von den teilnehmenden Dozenten, möglich sind:

- Unterschiedliche Deutschlandbilder im russischen und Russlandbilder im deutschen Film aus historischer Sicht

- zur Vielfalt der ethnischen Repräsentation im aktuellen russischen und deutschen Film (Film und Multikulturalismus)

- zur Konstruktion des „Neuen Menschen“ in Dokumentar- und Spielfilm der sowjetischen Avantgarde (am Material von Filmen Dziga Vertovs, Sergej Eisensteins, Friedrich Ermler u.a.)

- „Moskau“ und „die Moskauer“ im sowjetischen, deutschen sowie im aktuellen russischen Film (am Beispiel von Filmen wie Alexander Medvedkins „Das neue Moskau“, Georgij Danelias „Ich schlendere durch Moskau“, B. Bakuradzes „Schultes“ oder Melikjans „Rusalka“)

- zur Repräsentation unterschiedlicher Identitäten im deutschen Film (das konkrete Thema wird von den deutschen Dozenten noch festgelegt)

Neben der thematischen Arbeit in den verschiedenen Seminargruppen erwartet die Teilnehmer/innen der Sommerschule ein interessantes Exkursions- und Kulturprogramm. Gerade die deutschen Studierenden können hier ihre Kenntnisse und Vorstellungen von der russischen Kultur aus eigener Anschauung erweitern und einige der bedeutendsten russische Kunst- und Bauwerke Russlands kennen lernen.

Ganz im Sinne des problemorientierten, forschungsnahen Lernens erhalten die Teilnehmer/innen der Sommerschule so die Gelegenheit, sich unter Anleitung erfahrener Wissenschaftler/innen mit theoretischen Ansätzen der Filmanalyse aus medien-, kultur- und sozialwissenschaftlicher Forschung bekannt zu machen und diese Ansätze in der Praxis anzuwenden. Gleichzeitig stehen in den gemischten deutsch-russischen Arbeitsgruppen im Dialog mit den ausländischen Kommiliton/innen immer auch Fragen der interkulturellen Kommunikation im Zentrum des Interesses.

Das vorläufige Seminarprogramm

Wochentag

Arbeitsform

Woche 1

Montag

Eröffnung des Seminars,

Einführende Block-Vorlesung


Dienstag


Einführende Block-Vorlesung (Fortsetzung)


Mittwoch- Freitag


Gruppenarbeit in den Meisterklassen, Kulturprogramm


Samstag-Sonntag


Exkursionen (Besuch von Museen und Galerien etc)


Woche 2

Montag-Mittwoch


Gruppenarbeit in den Meisterklassen, Kulturprogramm (Fortsetzung)


Donnerstag


Präsentation der Projekte


Freitag


Präsentation der Projekte (Fortsetzung)

Abschlussdiskussion


Samstag-

Sonntag


Exkursionen (Besuch von Museen und Galerien etc)


Begleitend zum wissenschaftlichen Programm besuchen die deutschen Teilnehmer/innen der Sommerschule einen Russisch-Intensivkurs (täglich 2 Stunden Russischunterricht).




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